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Das Buch „GAZA – bis zum bitteren Ende“ wird im Frühjahr 2011 im Melzer Verlag erscheinen.
Wir fuhren nach Gaza. Wir verließen Gaza.
Wir fuhren nach Gaza. Die ganze Familie drängte sich in den
kleinen Käfer meines Onkels Moshe. Alle wollten wir mit eigenen
Augen unsere Macht sehen. Wir waren doch Helden,
innerhalb sechs Tagen hatten wir alle Araber besiegt. Und Gaza,
oh weh Gaza.
Einst in der zweiten oder dritten Schulklasse, als wir zu einer
Rundfahrt im Süden fuhren, kamen wir bis zum Kibbutz
Yad Mordechai, wo wir erfuhren, wer Mordechai Anilewitz
war, der Führer des Aufstands im Warschauer Ghetto. Man
erzählte uns auch von dem ägyptischen Heer, das bis zu den
Grenzen des Kibutz vorgedrungen war, und was für ein Kampf
von Angesicht zu Angesicht dort stattgefunden hat. Am Ende
zogen sich die Ägypter zurück. Als wir an der Internationalen
Grenze mit Ägypten angekommen waren, sahen wir dort eine
Hütte mit UN-Soldaten, die auf der internationalen Grenzlinie
die Stellung hielten. Wir, ausgelassene Lausbuben setzten einen
Fuß unter das Tor und frohlockten „Wir waren im Ausland!“
Jetzt waren wir „im Ausland“. Helden und Angeber.
Wir fuhren nach Gaza. Wir verließen Gaza.Wir fuhren nach Gaza. Die ganze Familie drängte sich in den kleinen Käfer meines Onkels Moshe. Alle wollten wir mit eigenen Augen unsere Macht sehen. Wir waren doch Helden, innerhalb sechs Tagen hatten wir alle Araber besiegt. Und Gaza, oh weh Gaza. Einst in der zweiten oder dritten Schulklasse, als wir zu einer Rundfahrt im Süden fuhren, kamen wir bis zum Kibbutz Yad Mordechai, wo wir erfuhren, wer Mordechai Anilewitzwar, der Führer des Aufstands im Warschauer Ghetto. Man erzählte uns auch von dem ägyptischen Heer, das bis zu den Grenzen des Kibutz vorgedrungen war, und was für ein Kampf von Angesicht zu Angesicht dort stattgefunden hat. Am Ende zogen sich die Ägypter zurück. Als wir an der Internationalen Grenze mit Ägypten angekommen waren, sahen wir dort eine Hütte mit UN-Soldaten, die auf der internationalen Grenzlinie die Stellung hielten. Wir, ausgelassene Lausbuben setzten einen Fuß unter das Tor und frohlockten „Wir waren im Ausland!“ Jetzt waren wir „im Ausland“. Helden und Angeber.
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